Es ist erstaunlich welche Aktivitäten die Firma Google mit ihrem Service Streetview bei deutschen Behörden und Politikern hervorruft. Selten hat eine Dienstleistung einer Firma solche heftigen und populistischen Reaktionen verursacht. Meiner Meinung nach völlig überbewertete Gefahren werden heraufbeschworen. Bisher war es so, dass jeder Fotos aus dem öffentlichen Raum auf sein Haus oder Grundstück tolerieren musste. Daher gibt es viele Prospekte von Städten, die Ihre Straßenzüge teilweise wiedergeben, oder Webseiten von Städte die jede Menge Fotos der Städte veröffentlichen, Nun wird aber sogar über ein Lex Google nachgedacht, um einen ähnlichen Service nur perfektioniert zu verbieten oder zu erschweren. Irgendwie kommt in Deutschland doch immer wieder die Innovationsfreudigkeit hoch.
Ach ja es gibt ja noch Argument, dass Verbrecher so schneller und einfacher Häuser für den Einbruch ausspionieren können, dann sollte man mal die Tickets der Bahn oder S-Bahn verteuern, damit sich Verbrecher nicht Vorort ein Bild machen können.
Nun informiert das Bundesministerium für Verbraucherschutz ausführlich wie die Hausbesitzer gegen den Service und die Veröffentlichung der Bilder Ihres Eigentums Widerspruch einlegen können. Wenn das Ministerium mal genauso schnell gegen den Betrug mit Abofallen vorgehen oder die schlechte Beratung der Banken gesetzlich unterbinden würde.
Heute hat Google bekanntgegeben, dass der Dienst, den man als Tourist im Urlaubsland bereits gern genutzt hat, endlich auch in Deutschland starten wird. Dann soll der Service zumindest in 20 großen Städten nutzbar sein.



