Der Bundesrat hat in seiner letzten Sitzung die Einrichtung einer EuropĂ€ischen Beobachtungsstelle fĂŒr Produkt- und Markenpiraterie als Schritt zur Verbesserung des Schutzes der geistigen Eigentumsrechte grundsĂ€tzlich begrĂŒĂt. Zugleich lehnt er jedoch die Forderung der EuropĂ€ischen Kommission nach Benennung nationaler Koordinatoren zur Durchsetzung dieser Rechte ab.
Die Problematik der Produkt- und Markenpiraterie sei nicht durch die Installierung von neuen bĂŒrokratischen Strukturen zu lösen, sondern dadurch, dass jeder Verwaltungsbereich und jede Vollzugsbehörde in den Mitgliedstaaten (insbesondere Zoll, Polizei, Justiz) die ihnen obliegenden Aufgaben intensiv wahrnehme und sich an der ohnehin bestehenden Zusammenarbeit der Akteure beteilige.
Mit der heute von den LĂ€ndern beratenen Kommissionsmitteilung soll der Schutz der geistigen Eigentumsrechte durch nichtlegislative MaĂnahmen im gesamten Binnenmarkt weiter gestĂ€rkt werden. Hierzu ist die Einrichtung der EU-Beobachtungsstelle fĂŒr Produkt- und Markenpiraterie vorgesehen. AuĂerdem ist beabsichtigt, die Verwaltungszusammenarbeit im gesamten Binnenmarkt unter anderem durch die Benennung nationaler Koordinatoren zu fördern und freiwillige Vereinbarungen zwischen den Akteuren zu erleichtern.

