Am ersten Tag der weltgrößten Sanitärfachmesse, der ISH in Frankfurt am Main, gelang der Hansgrohe AG ein wichtiger Schlag gegen Produktpiraten. Gemeinsam mit dem Zoll und Anwälten ließ der international renommierte Bad- und Sanitärspezialist an insgesamt zehn Ständen Kopien von Hansgrohe Armaturen und Brausen einziehen und beschlagnahmen.
In neun Fällen unterschrieben die ertappten Produktpiraten eine Unterlassungserklärung, in einem Fall wird die Hansgrohe AG eine einstweilige Verfügung beantragen.
„Unser konsequentes Vorgehen gegen den Ideenklau“, so Richard Grohe, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Hansgrohe AG, „macht sich mittlerweile bemerkbar: Die Zahl der Kopierer unserer Produkte ist rückläufig, weil sie genau wissen, dass wir hier einen Null-Toleranz-Kurs fahren und ihnen erhebliche Folgen von der Schließung des Messestands über Schadensersatzzahlungen bis hin zu Strafverfahren drohen.“ Auf der ISH 2007 waren die Hansgrohe AG und der Zoll noch an 16 Ständen fündig geworden.
Den wirtschaftlichen Schaden durch Produktpiraterie schätzt der Schwarzwälder Markenhersteller auf rund drei Prozent des Nettoumsatzes. Aber nicht nur aus diesem Grund investiert das Unternehmen jährlich zwischen zwei und drei Millionen Euro in den Schutz eigener Rechte sowie in den Kampf gegen Ideenklau und Plagiate.
„Neben dem wirtschaftlichen Schaden müssen Unternehmen, deren Produkte kopiert werden, mit nicht zu beziffernden Imageschäden rechnen“, erläutert Richard Grohe. „Diese resultieren aus den für Kopien typischen Mängeln an Qualität, Sicherheit und Funktion, die vom Verbraucher dann fälschlicherweise dem Original zugeschrieben werden. Daher verfolgen wir konsequent jede Schutzrechtsverletzung und gehen im Bedarfsfall auch mit allen rechtlichen Mitteln dagegen vor – angefangen bei der Beschlagnahmung bis hin zur Vernichtung von Plagiaten. Für Produktpiraten kennen wir kein Pardon!“
Tatsächlich kann die Hansgrohe AG mittlerweile nicht nur in Europa juristische Erfolge gegen Produzenten und Verkäufer von Raubkopien verbuchen. Auch in China hat der Schiltacher Armaturen- und Brausenspezialist Urteile gegen Produzenten von Plagiaten erwirkt.



