Heute habe ich in einem Artikel auf der WeltOnline ein Interview mit dem Insolvenzverwalter Horst Piepenburg gelesen. Dabei ging es überwiegend um die Aufgaben eines Insolvenzverwalters aber auch die besonderen Herausforderungen, die sich aus der momentanen Wirtschaftskrise ergeben.
Ich bin besonders über eine Passage gestolpert, in der Herr Piepenburg sich zur Frag der Verwertung von Schutzrechten äußerte.
WELT ONLINE: Derzeit rutschen besonders viele alte deutsche Marken in die Insolvenz – Junghans, Märklin, Schiesser. Gehen diese Marken damit verloren?
Piepenburg: Nein wohl nicht. Ein guter Insolvenzverwalter kann solche Marken sicherlich vermarkten. Denn die sind ja etwas wert, die kann man verkaufen. Es ist dann allerdings an den neuen Eigentümern, ob sie die Marke wieder mit klassischen Werten aufladen und für ein dauerhaftes Überleben sorgen oder ob sie einfach nur das begehrte Markenlogo auf irgendwelche anderen Produkte kleben.
Diese Aussage spiegelt nicht ganz meine Erfahrung wieder, denn jedes Mal wenn ich für einen meiner Mandanten mit einem Insolvenzverwalter verhandeln musste, hatte ich das Gefühl, dass geistiges Eigentum keine Rolle bei der Bewertung oder Abwicklung des Unternehmens spielte.
Da blieben Marken völlig unberücksichtigt oder Lizenzrechte die wesentlich für das Unternehmen waren, wurden vom Geschäftsführer für Lau in eine neue Firme transferiert.



